Kostenrichtwerte 2026 · unabhängig und ohne Vermittlung

Was kostet eine Fassadendämmung 2026? Preise, Spannen & Kostenfallen

Ein Wärmedämm-Verbundsystem kostet 2026 zwischen 160 und 250 € pro Quadratmeter Fassadenfläche, inklusive Gerüst, Untergrundvorbereitung, Dämmplatten, Armierung, Oberputz und Anschlussarbeiten. Für ein Einfamilienhaus mit 180 m² Fassadenfläche ergibt das 29.000 bis 45.000 € brutto. Die Dämmplatten selbst machen davon nur 15 bis 25 % aus.

Der häufigste Irrtum bei Fassadenangeboten: Man vergleicht den Preis der Dämmplatte. Tatsächlich entfallen zwei Drittel der Kosten auf Arbeitsleistung, Gerüst, Armierung und Putz — die Materialentscheidung EPS gegen Mineralwolle verschiebt den Quadratmeterpreis nur um 15 bis 30 €.

Bei der Prüfung eines Angebots zählt deshalb vor allem, ob Gerüst, Untergrundvorbereitung, Anschlussarbeiten an Fenstern und Sockel sowie der Oberputz jeweils einzeln mit Menge und Einheitspreis ausgewiesen sind.

Fassadendämmung: Kosten nach Einzelpositionen

Orientierungswerte brutto je Quadratmeter Fassadenfläche für ein Einfamilienhaus im Bestand, Stand 2026. Fassadengliederung und Untergrund verschieben die Spannen.

PositionTypische SpanneBezug
Gerüst8 – 15 €/m²Fassadenfläche, inkl. Standzeit
Untergrundvorbereitung5 – 20 €/m²Reinigen, Grundieren, Ausgleichen
Dämmplatten EPS 140 – 160 mm20 – 35 €/m²Material
Dämmplatten Mineralwolle35 – 60 €/m²Material, nicht brennbar
Verarbeitung Dämmung35 – 55 €/m²Kleben, Dübeln, Schleifen
Armierungsschicht20 – 30 €/m²Gewebe, Mörtel
Oberputz20 – 40 €/m²Silikonharz oder mineralisch
Fenster- und Sockelanschlüsse15 – 40 €/lfd. mLaibungen, Dichtbänder, Profile
Sockeldämmung (Perimeter)40 – 80 €/m²inkl. Erdarbeiten
Gesamt160 – 250 €/m²Fassadenfläche, schlüsselfertig

Fensterbänke, Rollladenkästen, Vordächer und Regenfallrohre müssen bei einer Dämmung angepasst oder versetzt werden. Diese Anschlussarbeiten gehören einzeln beziffert ins Angebot — sie sind der häufigste Nachtragsgrund.

Womit der Endpreis steht und fällt

Gliederung der Fassade

Jede Ecke, Laibung, Gaube und jeder Erker bedeutet Zuschnitt und Handarbeit. Eine schlichte, glatte Fassade liegt am unteren Rand der Spanne, ein gegliedertes Haus mit vielen Fenstern und Vorsprüngen deutlich darüber.

Zustand des Untergrunds

Sandender Altputz, Risse oder unebene Wände müssen vorbereitet werden. Zwischen einfacher Grundierung und flächigem Ausgleich liegen 15 €/m² — bei 180 m² also 2.700 €.

Dämmstoffdicke und Material

Von 140 auf 200 mm Dämmdicke steigt der Materialpreis, häufig auch die Befestigungslänge und der Aufwand an den Anschlüssen. Mineralwolle statt EPS kostet 15 bis 30 €/m² mehr, ist aber nicht brennbar und in bestimmten Gebäudehöhen vorgeschrieben.

Gerüststandzeit

Ein WDVS braucht Trocknungszeiten zwischen den Schichten. Wird das Gerüst pro Woche abgerechnet, sollte im Angebot stehen, wie viele Wochen enthalten sind und was jede weitere kostet.

Förderung

Förderung: BAFA-Zuschuss für die Fassadendämmung

Die Dämmung der Außenwand wird als Einzelmaßnahme über das BAFA mit 15 % der förderfähigen Kosten bezuschusst. Liegt ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vor, kommen 5 Prozentpunkte hinzu — insgesamt also 20 %. Voraussetzung sind das Erreichen des geforderten U-Werts und die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten, dessen Honorar ebenfalls anteilig gefördert wird. Der Antrag muss vor Beauftragung gestellt werden. Fördersätze und Anforderungen ändern sich; prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Beauftragung.

Woran Sie ein überteuertes Fassadendämmung-Angebot erkennen

Sie haben bereits ein Angebot vorliegen? Diese vier Punkte fallen bei überteuerten Fassadenangeboten am häufigsten auf:

  • Eine Quadratmeterpauschale „WDVS komplett“ ohne Aufteilung in Dämmung, Armierung und Oberputz.
  • Die abgerechnete Fassadenfläche ohne Abzug großer Fensterflächen — Öffnungen über 2,5 m² werden üblicherweise abgezogen.
  • Gerüstkosten ohne Angabe der enthaltenen Standzeit.
  • Untergrundvorbereitung als hohe Pauschale, obwohl der Altputz tragfähig ist.

Sie haben bereits ein Angebot?

Prüfen Sie in 60 Sekunden, ob der Preis fair ist. Die Analyse zerlegt Ihr PDF in Kostenblöcke und stellt jede Position gegen die Marktspannen auf dieser Seite — eine erste Einordnung, ohne wochenlang Vergleichsangebote einzuholen.

Angebot jetzt kostenlos prüfen

kostenlos · Ergebnis in 60 Sekunden · kein Fachjargon

Häufige Fragen zu Fassadendämmung-Kosten

Ein komplettes WDVS inklusive Gerüst, Untergrundvorbereitung, Dämmung, Armierung und Oberputz liegt bei 160 bis 250 € pro Quadratmeter Fassadenfläche.

Bei rund 180 m² Fassadenfläche sind 29.000 bis 45.000 € brutto realistisch. Sockeldämmung, Anschlussarbeiten und das Versetzen von Fensterbänken kommen je nach Gebäude hinzu.

Mineralwolle ist nicht brennbar und diffusionsoffener, kostet aber 15 bis 30 €/m² mehr. In bestimmten Gebäudehöhen und in Brandriegeln ist sie ohnehin vorgeschrieben; für ein normales Einfamilienhaus ist EPS meist wirtschaftlicher.

Das hängt vom Ausgangszustand, dem Energiepreis und der Förderung ab. Wirtschaftlich am sinnvollsten ist die Dämmung, wenn die Fassade ohnehin saniert wird — dann trägt die Maßnahme nur die Mehrkosten gegenüber einem reinen Neuanstrich.

Weiterlesen

Angebotsservice

Kostenlos Vergleichsangebote einholen

Beschreiben Sie Ihr Vorhaben einmal — unser Angebotsservice fragt passende Fachbetriebe aus Ihrer Region an. Ohne Kosten, ohne Verkaufsdruck, Sie entscheiden, mit wem Sie sprechen.

Jetzt Angebote anfragen

Kostenfrei garantiert, wenn ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vorliegt oder erworben wird — oder wenn bereits eine Planung von Architekt bzw. Fachplaner vorliegt. Einfach unverbindlich anfragen.

Kosten selbst berechnen

Im Kostenrechner beantworten Sie drei bis fünf Fragen und erhalten sofort eine Preisspanne für Ihr konkretes Vorhaben — inklusive Förderung.

Zum Fassadendämmung-Kostenrechner