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Was kostet eine Elektroinstallation 2026? Preise & Spannen

Eine komplette Elektro-Neuinstallation im Einfamilienhaus mit rund 140 m² kostet 2026 zwischen 13.000 und 25.000 € brutto — inklusive Zählerschrank, Unterverteilung, Leitungsnetz, Installationsstellen und Inbetriebnahme. Den Preis bestimmt die Anzahl der Installationsstellen: 90 bis 180 € kostet jede Schalter- oder Steckdosenstelle inklusive Leitung und Gerät.

Der häufigste Irrtum bei Elektroangeboten ist der Blick auf den Stundensatz. 70 bis 95 € netto je Monteurstunde sind marktüblich und praktisch überall gleich. Der Unterschied zwischen zwei Angeboten entsteht über die Menge: angesetzte Stunden, Meter Leitung, Anzahl Stromkreise.

Zweiter großer Posten im Bestand sind Stemm- und Schlitzarbeiten. Sie hängen am Wandaufbau und werden in Erstangeboten regelmäßig zu niedrig angesetzt.

Elektroinstallation: Kosten nach Positionen

Orientierungswerte brutto im Bestandsgebäude, Stand 2026. Wandaufbau, Leitungswege und Ausstattungsniveau verschieben die Spannen.

PositionTypische SpanneHinweis
Installationsstelle (Schalter/Steckdose)90 – 180 € / StückInkl. Leitung, Dose, Gerät
Zählerschrank neu nach TAB2.000 – 3.800 €Inkl. Überspannungsschutz, Anmeldung
Unterverteilung erneuern900 – 2.200 €Je nach Anzahl Stromkreise
Leitung verlegen (Unterputz)18 – 35 € / lfmInkl. Schlitz und Beiputz
Komplettinstallation EFH ca. 140 m²13.000 – 25.000 €Neuinstallation im Bestand
Komplettinstallation Wohnung 80 m²7.000 – 14.000 €Je nach Anzahl der Stellen
Wallbox 11 kW inkl. Zuleitung1.400 – 2.600 €Bis ca. 15 m Leitungsweg
Netzwerkdose Cat.780 – 160 € / StückInkl. Leitung bis Verteiler
Monteurstunde70 – 95 € nettoMeisterstunde liegt darüber
E-Check / Prüfprotokoll150 – 450 €Nach Anlagenumfang

Hausanschluss, Zählerwechsel und Netzverstärkung rechnet der Netzbetreiber direkt mit Ihnen ab. Diese Kosten gehören nicht in den Vergleich zwischen zwei Elektrobetrieben.

Womit der Endpreis steht und fällt

Anzahl der Installationsstellen

Ein sparsam ausgestattetes Haus kommt mit 60 Stellen aus, eine gehobene Ausstattung mit Netzwerk, Rollladensteuerung und Außenbeleuchtung erreicht schnell 130. Bei 130 € je Stelle sind das über 9.000 € Unterschied.

Wandaufbau und Leitungsführung

Schlitze in Kalksandstein oder Beton kosten ein Vielfaches gegenüber Porenbeton oder Trockenbau. Wo Leitungen in Leerrohren oder Sockelleisten geführt werden können, sinkt der Preis spürbar.

Zustand von Zählerschrank und Hausanschluss

Ein Schrank ohne Platz für zusätzliche Stromkreise, ein fehlender Überspannungsschutz oder ein zu schwacher Hausanschluss erzeugen Zusatzkosten von 2.000 bis 4.000 €, die in Erstangeboten oft fehlen.

Sonderleistungen

Wallbox, PV-Vorrüstung, Smart-Home-Bus, Netzwerkverkabelung und Außenbeleuchtung sind eigene Blöcke. Sie sollten getrennt kalkuliert sein, damit man sie einzeln streichen oder verschieben kann.

Förderung

Förderung: bundesweit kein Zuschuss

Für Elektroinstallationen gibt es derzeit keine bundesweite Zuschussförderung. Möglich sind regionale Programme einzelner Bundesländer, Kommunen und Stadtwerke — insbesondere für Wallboxen in Verbindung mit einer PV-Anlage und einem Speicher. Im Rahmen einer größeren Sanierung können Elektroarbeiten als Umfeldmaßnahme förderfähig sein, wenn sie unmittelbar zu einer geförderten Maßnahme gehören, etwa die Zuleitung für eine Wärmepumpe. Unabhängig davon lassen sich 20 % des Lohnanteils als Handwerkerleistung steuerlich absetzen, maximal 1.200 € im Jahr.

Woran Sie ein überteuertes Elektroinstallation-Angebot erkennen

Sie haben bereits ein Angebot vorliegen? Diese vier Punkte fallen bei Elektroangeboten am häufigsten auf:

  • Kleinmaterial mit 5 % der Auftragssumme statt der marktüblichen 2 bis 3 %.
  • Installationsstellen ohne Stückzahl, nur als Pauschale je Geschoss.
  • Wallbox-Montagepauschale und zusätzlich separat berechnete Zuleitung und Absicherung.
  • Stemm- und Beiputzarbeiten fehlen ganz — sie kommen dann als Nachtrag.

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Häufige Fragen zu Elektroinstallation-Kosten

Für rund 140 m² im Bestand liegen die Kosten typischerweise zwischen 13.000 und 25.000 € brutto inklusive Zählerschrank, Unterverteilung, Leitungsnetz und Installationsstellen. Ausschlaggebend ist die Anzahl der Installationsstellen.

Ein Zählerschrank nach aktueller TAB inklusive Zählerfeld, APZ-Feld, Überspannungsschutz und Anmeldung beim Netzbetreiber kostet 2.000 bis 3.800 € brutto. Zählerwechsel und Anschlussarbeiten rechnet der Netzbetreiber separat ab.

Eine 11-kW-Wallbox inklusive Zuleitung bis etwa 15 m, Absicherung und Anmeldung liegt bei 1.400 bis 2.600 € brutto. Längere Wege, Wanddurchbrüche oder ein zu kleiner Zählerschrank erhöhen den Preis.

70 bis 95 € netto je Monteurstunde sind üblich, Meisterstunden liegen darüber. Auffällig ist selten der Satz, sondern die Anzahl der angesetzten Stunden.

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