Fassadendämmung-Angebot zu teuer? Lassen Sie es in 60 Sekunden prüfen
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Ein faires Angebot für ein komplettes Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) liegt 2026 bei rund 160 bis 250 € brutto pro Quadratmeter Fassadenfläche — inklusive Gerüst, Untergrundvorbereitung, Dämmung, Armierung, Oberputz und Anschlussdetails. Bei einem Einfamilienhaus mit etwa 180 m² Fassade entspricht das rund 29.000 bis 45.000 €. Liegt Ihr Angebot deutlich darüber, steckt der Aufschlag meist im Gerüst, in der Untergrundpauschale oder in den Laibungen.
Fassadenangebote sind besonders schwer vergleichbar, weil jeder Betrieb eine andere Bezugsgröße wählt: Der eine rechnet pro Quadratmeter Fassadenfläche, der nächste trennt Gerüst, Dämmung und Putz, ein dritter schreibt eine Pauschale über 48.000 € ohne Mengenangabe.
Die Prüfung rechnet Ihr Angebot deshalb zuerst auf einen Quadratmeterpreis herunter und zerlegt es in Kostenblöcke — Gerüst, Untergrund, Dämmstoff, Montage und Armierung, Oberputz, Anschlussdetails. Erst danach entsteht eine Aussage zur Gesamtsumme.
Typische überteuerte Positionen bei WDVS-Angeboten
Diese fünf Positionen fallen bei der Prüfung von Fassadendämmungs-Angeboten am häufigsten auf. Jede davon lässt sich mit einer konkreten Rückfrage an den Betrieb klären.
Gerüst mit überlanger Vorhaltezeit
Marktüblich sind 8 bis 16 € pro Quadratmeter Gerüstfläche für Auf- und Abbau inklusive vier bis sechs Wochen Standzeit. Steht im Angebot eine Vorhaltung von zwölf Wochen mit Wochenpauschale, sind schnell 2.000 € zusätzlich im Preis. Prüfen Sie außerdem, ob Gerüst- und Dämmfläche identisch angesetzt sind — das Gerüst umschließt das Haus, die Dämmfläche zieht Fenster und Türen ab.
Untergrundvorbereitung als offene Pauschale
„Untergrund vorbereiten, nach Aufwand“ ist nicht prüfbar. Seriös ist eine Angabe zum Befund: Haftzugprüfung, Zustand des Altputzes, Notwendigkeit einer zusätzlichen Dübelung. Realistisch sind 8 bis 20 €/m². Höhere Beträge brauchen einen konkreten Befund wie großflächig hohl liegenden Putz.
Dämmstoffdicke ohne U-Wert-Angabe
Zwischen 14 und 20 cm EPS liegen etwa 10 bis 18 €/m² Materialunterschied, energetisch bringt der Sprung von 16 auf 20 cm wenig. Umgekehrt reichen 10 cm oft nicht für die Förderanforderungen. Ohne Angabe von Dämmstoffart, WLG, Dicke und erreichtem U-Wert ist weder Preis noch Förderfähigkeit beurteilbar.
Laibungen und Anschlussdetails
Fensterlaibungen, neue Fensterbänke, verlängerte Rollladenführungen und Anschlüsse an Dachüberstand und Sockel sind der aufwendigste Teil der Dämmung. Manche Angebote lassen sie weg und schieben sie als Nachtrag nach, andere setzen 90 € pro laufendem Meter an. Marktüblich sind 35 bis 65 €/lfm als eigene, bezifferte Position.
Sockel- und Perimeterbereich
Der Sockel braucht druckfeste, wasserabweisende Dämmplatten und wird meist bis unter die Geländeoberkante geführt — inklusive Erdarbeiten. Fehlt der Sockel im Angebot, ist die Kalkulation unvollständig; steht er mit 120 €/m² darin, ist sie deutlich zu hoch.
So läuft die Prüfung Ihres Fassaden-Angebots
Sie brauchen nur das PDF, das Ihnen der Fassaden- oder Stuckateurbetrieb geschickt hat. Alles Weitere passiert automatisch.
1. Angebot hochladen
PDF auswählen — Text-PDF oder Scan. Die Texterkennung läuft automatisch.
2. KI-Analyse
Positionen werden erkannt, Mengen und Einheitspreise gegen Marktspannen gestellt.
3. Klartext-Bericht
Sie sehen auffällige Positionen, Einsparpotenzial und konkrete Rückfragen an den Betrieb.
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Marktspannen für ein Wärmedämm-Verbundsystem 2026
Orientierungswerte brutto je m² Fassadenfläche für ein EPS-WDVS am Ein- oder Zweifamilienhaus im Bestand. Region, Fassadengliederung und Zugänglichkeit verschieben die Spannen.
| Kostenblock | Typische Spanne | Was darin steckt |
|---|---|---|
| Gerüst | 8 – 16 €/m² | Auf- und Abbau, 4–6 Wochen Vorhaltung, Netz |
| Untergrundvorbereitung | 8 – 20 €/m² | Reinigen, Ausbessern, Grundierung |
| Dämmstoff (Material) | 25 – 55 €/m² | EPS 032/035 oder Mineralwolle, 14–20 cm |
| Montage & Armierung | 45 – 70 €/m² | Kleben, Dübeln, Gewebe, Armierungsschicht |
| Oberputz & Anstrich | 25 – 45 €/m² | Grundierung, Struktur- oder Silikonharzputz |
| Details & Anschlüsse | 20 – 40 €/m² | Laibungen, Fensterbänke, Rollladen, Sockel |
| Gesamt | 160 – 250 €/m² | Ohne Balkonsanierung oder Fassadenstatik |
Mineralwolle statt EPS verteuert das System um etwa 15 bis 30 €/m², ist aber bei Brandschutzanforderungen vorgeschrieben. Die BEG-Förderung für die Außenwanddämmung ändert nichts daran, ob ein Preis fair ist: Einen Aufschlag zahlen Sie anteilig trotzdem selbst.
Häufige Fragen zu Fassadendämmung-Angeboten
Für ein komplettes WDVS inklusive Gerüst, Dämmung, Putz und Anschlussdetails liegen die Kosten üblicherweise zwischen 160 und 250 € brutto pro Quadratmeter Fassadenfläche. Bei rund 180 m² Fassade entspricht das etwa 29.000 bis 45.000 €.
Achten Sie auf eine Gerüstvorhaltung ohne begrenzte Wochenzahl, eine offene Pauschale für die Untergrundvorbereitung, fehlende Angaben zu Dämmstoff und U-Wert, überhöhte Laibungspreise über 65 €/lfm und einen Sockelbereich, der entweder fehlt oder unverhältnismäßig teuer angesetzt ist.
Üblich sind 14 bis 18 cm bei EPS mit WLG 032 bis 035. Entscheidend ist aber nicht die Zentimeterzahl, sondern der erreichte U-Wert der Außenwand — dieser gehört zwingend ins Angebot, auch weil er über die Förderfähigkeit entscheidet.
Für den BEG-Zuschuss als Einzelmaßnahme ist die Begleitung durch einen Energie-Effizienz-Experten erforderlich. Deren Kosten sind separat förderfähig und sollten nicht im Handwerkerangebot versteckt sein.
Der KI-Sofortcheck ist kostenlos und dauert etwa 60 Sekunden. Für eine vertiefte Prüfung durch einen Handwerksmeister gibt es den Experten-Check, für die Begleitung inklusive Vergleichsangeboten den Spar-Check Premium.
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